Zubereitung

Dieses Thema erscheint ein wenig verwunderlich, denn was kann es bei Kurzdarmsyndrom schon an besonderen Zubereitungsarten für die Mahlzeiten geben? Es geht auch weniger um das Kochen, als um die Kühlung und das Aufwärmen von Speiseresten.

Als Kurzdarmpatient ist soll man ja 6 – 10 Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen. Die Zubereitung von Mahlzeiten verschlingt ja im Laufe des Tages recht viel Zeit (siehe Artikel Zeit-Diebe). Daher wird man sich fast immer etwas von dem Essen auf Vorrat zubereiten. Durch Erfahrungen und Beobachtung habe ich festgestellt, dass auch ansonsten gut verträgliche Speisen unerwünschte Blähungen und Durchfälle verursachen können. Und zwar genau dann, wenn ich Reste von Mahlzeiten zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgewärmt hatte.

Ein Tipp aus der Ernährungsmedizin der Universitätsklinik Frankfurt brachte hier die Lösung.
Durch sehr konsequentes, sofortiges Abkühlen und anschließendes Kühlen der Speisereste im Kühlschrank, können diese unerwünschten Nebenwirkungen vermieden werden. Offenbar entstehen bereits während des langsamen Abkühlens und der Aufbewahrung bei Zimmertemperatur Stoffe, die weniger bekömmlich sind, Durchfall und Blähungen verursachen können.

Trotz dieser sofortigen Kühlung des Essens kann es durch das Aufbewahren zu Veränderungen kommen, die einen Effekt auf die Verdauung haben..

Aufwärmen von Speisen

Wie schon im Kapitel „Geeignete Lebensmittel“ beschrieben, gibt es Lebensmittel, die frisch zubereitet gut verträglich sind, die am nächsten Tag, nach dem Aufwärmen, hingegen Blähungen verursachen.
Das ist zum Beispiel bei Nudeln so. Der Grund: Ein Teil der enthaltenen Stärke in den Nudeln wandelt über Nacht im Kühlschrank seine Struktur. Die entstandene unverdauliche Stärke, die sogenannte resistente Stärke, ist zwar gut für die Darmflora und wird erst im Dickdarm abgebaut (was bei mir zu Blähungen führt).

Man muss also selber ausprobieren, ob das Aufwärmen von Essen Probleme bereitet oder ob man „nebenwirkungsfrei“ auf Vorrat kochen und aufwärmen kann.